Foto: Franziska Sack / FS Bildpoesie

Nachdem wir gestern relativ spät – um 00:45 Uhr ungefähr – in unserem Hotel angekommen und nur noch ins Bett gefallen sind, begann unser erster Tag dann gemütlich mit einem Frühstück um 08:00 Uhr, bevor es dann zum ersten Mal zum Turniergelände ging. Erst einmal die Akkreditierungen abholen, das Equipment ins Pressezentrum bringen und alle begrüßen, die auch schon da sind.

In der ersten Prüfung, die ich mir ansah, zeigten sich die Herren mehr als beeindruckend in der Pflicht und das ein ums andere Mal musste ich kurz die Luft anhalten, weil ich von so viel Körperspannung, Präzision und Körperbeherrschung mehr als fasziniert war. Ich muss gestehen, dass ich Voltigieren schon immer spektakulär fand, allerdings nie einen richtigen Draht zu dieser Sparte entwickeln konnte, weil ich selbst in dieser Hinsicht absolut talentfrei bin und so noch nie einen richtigen, realistischen Einblick in Training und Alltag von Pferd und Voltigierern erhalten konnte. Ich war eine Zeit lang in einem Reitstall, wo zusätzlich auch voltigiert worden ist und auch hier ergab sich leider nie ein richtiges Miteinander, da die Reiter und die Voltigierer immer alle für sich blieben – eigentlich sehr schade!

Nachdem diese Prüfung vorbei war, die Thomas Brüsewitz für sich entscheiden konnte, ging es kurz zum Mittagessen, um frisch gestärkt ins Pressezentrum zu gehen – wo wir bis zu dem Zeitpunkt noch alle Räumlichkeiten für uns hatten – und an den ersten Videos und Beiträgen zu arbeiten. Franzi ist in diesem Jahr offizielle CHIO-Fotografin und obwohl ich aufgrund der besonderen Umstände lieber einmal einen Gang zurückschalte, möchte ich dennoch spannenden Content liefern und deswegen versuche ich mich mal an einer Art „Daily Vlog“ aus Aachen bei IGTV (Account: @harriet_charlotte). Die erste Problematik war, dass keines meiner Bearbeitungsprogramme mit dem Hochformat zurecht gekommen ist, sodass das gefühlt die längste Zeit in Anspruch genommen hat. Mittlerweile läuft allerdings alles und Tag 1 geht vermutlich morgen – ich bin gespannt, was ihr sagt!

Foto: Franziska Sack / FS Bildpoesie

Weiter ging es mit der Pflicht der Gruppen, wo aus einer Gruppe alle Mitglieder nacheinander die gleiche „Aufgabe“ vorführten. Auch das war unheimlich spannend zu verfolgen, denn so hatte man den direkten Vergleich und konnte auch als Laie den ein oder anderen Unterschied erkennen – das Raunen in der Menge machte es zudem leichter, Fehler zu entdecken, die mir als Nicht-Fachmann vermutlich nicht aufgefallen wären. Auch in dieser Prüfung waren die Deutschen Teams stark und so gewann Team Fredenbeck I und Team Norka landete auf dem zweiten Platz.

Wie sollte es anders sein, danach ging es wieder ins Pressezentrum, denn seien wir mal ehrlich: irgendetwas gibt es immer zu tun! So verpasste ich die Technik, doch man kann nicht alle Prüfungen mitnehmen und so freue ich mich auf Samstag und Sonntag, wo Kür und Pas de Deux auf dem Programm stehen!

Eigentlich sollte es danach noch zu Pferd und Sinfonie gehen, doch da ich leider nicht sonderlich gut auf Klimaanlagen reagiere und ich Mittwoch und Donnerstag lange Autostrecken mit Klimaanlage gefahren bin und zudem das Pressezentrum stark klimatisiert ist, damit die elektronischen Geräte keine Schäden nehmen, entschied ich mich lieber früh ins Bett zu gehen, um die kommenden Tage nicht krank im Bett zu liegen! Ich spekuliere also auf die Darbietung morgen Abend, denn im vergangenen Jahr war dieser Abend ein absolutes Spektakel und unheimlich schön anzusehen, sodass ich mir das eigentlich nicht entgehen lassen möchte.


Meine Highlights am morgigen Tag:

  • 10:00 Uhr – Preis der Sparkasse – Pas de Deux
  • 11:00 Uhr – Preis der Sparkasse – Kür Gruppen
  • 14:00 Uhr – Preis der Sparkasse – Kür Damen
  • 16:00 Uhr – Preis der Sparkasse – Kür Herren