Two weeks ago, I had an enlightening moment. So far I always assumed that I was at my limit, always gave my best and never give up. However, I was taught better during a training session, where I always wanted to take breaks because it was exhausting. My trainer „forced“ me to keep going because we were on a really good path. I thought I wouldn’t be able to keep up any longer and started the two jumps, which were arranged like an eight, again. After I had only done both jumps once, we stopped the exercise because these two jumps were the best in the whole session. So I had mobilized all my strength once more and then I even rode the best and most concentrated. I had completely misjudged my limit and confused comfort with real exhaustion.

However, I had the full revelation on the following day, when we rode the same exercise again which made us struggle a lot the day before. I warmed up for a long time, took my time to loosen up Civa and did a lot of dressage work. When I actually started jumping I noticed how much more relaxed we both were. The canter was smooth, very calm in terms of speed, but we still had a good rhythm and there was no weird hopping anymore. Civa listened, I sat calmer, my seat was more balanced and we did our laps and after a few jumps my coach told me it would be enough, it was great.

It was a real event for me, because one day I crossed my supposed border and the following day I was able to see the outcome and benefit from it. That made me proud and happy, even though I now have to convince myself regularly to change from the comfortable mode. Of course I want to constantly improve myself, but I always want to have a lot of fun while riding and let’s be honest: getting very sweaty isn’t really fun, the feeling afterwards yes, but I feel the same way for example while running: I don’t like to run because I don’t feel comfortable while running. Not even directly afterwards, but I like the effect. And I feel the same way when riding, with the difference that I really enjoy riding! But I notice that I am often too comfortable to really work on the weak points.

Sometimes you need such an experience to realize that if you really want something – in my case to ride better and therefore be more successfully at shows – then you have to work for it. And that sometimes costs blood, sweat and tears. But in the end it’s worth it.

Vor zwei Wochen hatte ich ein Aha-Erlebnis. Ich ging bisher eigentlich immer davon aus, dass ich mich an meinem Limit bewege, immer mein Bestes gebe und nicht aufgebe. Ich wurde allerdings während einer Trainingseinheit eines Besseren belehrt, denn ich wollte immer wieder Pausen machen, da es anstrengend wurde. Mein Trainer „zwang“ mich, weiter zu machen, da wir gerade auf einem richtig guten Weg waren. Ich dachte, ich würde nicht mehr können und ritt die beiden Sprünge, die wie eine Acht angelegt waren, erneut an. Nachdem ich beide Sprünge jeweils nur einmal überwunden hatte, hörten wir mit dem Training auf, denn diese beiden Sprünge waren die besten im gesamten Training. Ich hatte also noch einmal alle meine Kräfte mobilisiert und bin dann sogar am besten und konzentriertesten geritten. Ich hatte meine Grenze also völlig falsch eingeschätzt und habe Bequemlichkeit mit tatsächlicher Erschöpfung verwechselt.

Doch die komplette Offenbarung hatte ich am Folgetag, wo wir erneut die gleiche Übung geritten sind, an der wir uns am Vortag die Zähne ausgebissen haben. Ich ritt lange warm, ließ mir Zeit, Civa zu lockern und sie dressurmäßig zu arbeiten. Als es dann tatsächlich ans Springen ging merkte ich gleich, wie viel lockerer wir beide waren. Der Galopp war gleichmäßig, vom Tempo her ein sehr ruhiger Galopp, dennoch war es ein durchgesprungener, taktreiner, angenehmer Galopp, also kein Gehüpfe auf der Stelle. Civa hörte zu, ich saß ruhiger, mein Sitz war ausbalancierter und wir drehten unsere Runden und nach wenigen Sprüngen sagte mein Trainer mir, es würde reichen, es wäre super.

Für mich war das ein richtiges Erlebnis, denn ich habe an einem Tag meine vermeintliche Grenze überwunden und am kommenden Tag die Früchte ernten können. Mich hat das stolz und glücklich gemacht, auch wenn ich natürlich nun mich selbst regelmäßig überzeugen muss, auch mal aus dem bequemen Modus zu wechseln. Natürlich möchte ich mich stetig verbessern, aber ich möchte auch immer viel Spaß beim Reiten haben und seien wir mal ehrlich: richtig ins Schwitzen zu kommen macht nicht wirklich Spaß, das Gefühl danach ja, aber mir geht es so zum Beispiel  auch beim Laufen: ich mag es nicht zu laufen, denn während ich laufe fühle ich mich nicht wohl. Auch direkt danach nicht, ich mag aber den Effekt. Und ebenso geht es mir beim Reiten, mit dem Unterschied, dass Reiten mir richtig viel Spaß macht! Aber ich merke, dass ich oftmals zu bequem bin, um wirklich an den Schwachstellen zu arbeiten.

Manchmal braucht man so ein Erlebnis, um sich klar zu machen, dass wenn man etwas wirklich möchte – in meinem Fall besser und dadurch turniermäßig erfolgreicher zu reiten – dann muss man dafür arbeiten. Und das kostet manchmal Blut, Schweiß und Tränen. Doch am Ende ist es das Wert.