Mit dem richtigen Trainer kommt meist auch der gewünschte Erfolg. Auch wenn Erfolg von jedem anders definiert wird, so sind sich doch alle einig: nur mit gutem und vor allem passenden Training erreicht man seine Ziele.

Es ist alles andere als leicht, den passenden Trainer zu finden. Wer zu einem passt ist eine ganz individuelle Entscheidung, denn jeder Mensch und jedes Pferd ist anders, sodass man immer drei Komponenten beachten muss. Alle drei Parteien müssen miteinander harmonieren, denn Reiten ist nicht nur ein körperlicher, sondern auch ein mentaler Sport. Aber wie finde ich den richtigen Trainer?

Jeder Topf hat einen Deckel

Jeder von uns hat sein eigenes Ziel: sei es, dass man im Gelände endlich galoppieren möchte, einen fliegenden Wechsel reiten oder immer passend an den Sprung reiten möchte. Alle sind an einem unterschiedlichen Punkt in ihrer Reitkarriere und definieren Erfolg auf ihre eigene Art. Um sein Ziel zu erreichen ist nicht selten Hilfe von außerhalb nötig. Bei der Wahl des Reitlehrers sollte man deswegen darauf achten, dass dieser auch in der Lage ist, die Ziele mit einem gemeinsam zu erreichen: suche ich jemanden, der mein Pferd anreitet? Möchte ich regelmäßigen Beritt haben oder reicht es mir, wenn ich Hilfe vom Boden erhalte? Ist mein Reitlehrer reiterlich selbst auf einem Niveau, welches ihn dazu befähigt, mir ab einem gewissen Schwierigkeitsgrad zur Seite zu stehen? Diese und noch viele weitere Fragen sollte man sich stellen, bevor man sich seinen Reitlehrer genauer ansieht. Denn erst einmal muss das sportliche passen, beziehungsweise erst einmal muss man denjenigen finden, der einem bei der Verwirklichung seiner Träume zur Seite steht – und das auch kann.

Der Ton macht die Musik

Nachdem man herausgefunden hat, wer fachlich zu einem passt, geht es ans Eingemachte: passt man auch persönlich zueinander? Denn während der eine von Trainer XY schwärmt, kann der andere diesen unterirdisch schlecht finden und kann mit dem Unterricht gar nichts anfangen. Es kann auch passieren, dass man mit einem Pferd bei einem Reitlehrer super Fortschritte macht, die Chemie bei einem anderen Pferd allerdings nicht passt. Gerade in solchen Momenten merkt man, dass Reitunterricht nicht nur auf fachlicher Ebene stimmen muss, sondern auch auf emotionaler.

Ehrlichkeit währt am längsten

Es nützt nichts, wenn man jeden Tag Unterricht hat und das Ziel doch immer fern bleibt – oder im schlimmsten Fall noch weiter in die Ferne rückt. In solchen Momenten sind klare Worte gefordert: entweder das gesteckte Ziel ist – zum jetzigen Zeitpunkt – utopisch oder man muss eine andere Richtung einschlagen. Es kann sogar sein, dass man sich eingestehen muss, dass die Konstellation „Trainer – Schüler – Pferd“ nicht passt. Das fordert manchmal ein wenig Mut, jedoch ist es für alle Seiten das Beste, wenn man offen und ehrlich mit dieser Thematik umgeht.

Klare Linie

Last but not least sollte man mit seinem Reitlehrer auf einer Wellenlänge sein, sprich nicht nur ein gemeinsames Ziel verfolgen, sondern auch auf dem gemeinsamen Weg wandern. Wer gesund ans Ziel kommen möchte, sollte das mit einem Trainer an der Seite tun, der den Weg fast noch wichtiger als das Ziel ansieht. Sprich wessen Fokus auch auf gesunden Pferdebeinen liegt, der sollte sich einen Trainer suchen, der nicht mit der Brechstange von heute auf morgen eine Lösung haben möchte. Denn selbst wenn der Erfolg sich zuerst einstellt, so ist er doch seltenst ein langfristiger. Der Spruch „steter Tropfen höhlt den Stein“ kommt nicht von ungefähr und sollte auch beim Reiten berücksichtigt werden.


Wie sieht eigentlich unser Training aus? Gerade mit Civa war es nicht immer ganz einfach und die Suche nach dem passenden Trainer hat sich als schwierigeres Unterfangen entpuppt als erwartet. Nun sind wir aber angekommen und beide glücklich und zufrieden. Hier habe ich für euch einen Einblick in unser aktuelles Springtraining:

Und wer meinen Trainer ein wenig besser kennenlernen möchte, der kann das hier tun:

Springtraining: So geht die Tröpfchenübung
Springtraining: Mit einem Sprung auf dem Zirkel
Ein Tag im Stall mit Jordi Sander
Springtraining: Stangenarbeit
Im Stall mit Feodina (Jordis Lieblingspferd)