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Immer noch eines meiner Lieblingsbilder von einem Shooting mit Laura, welches recht lange her ist.

Es sind die kleinen Dinge, über die man sich freuen sollte, statt immer nur auf das zu schauen, was noch nicht klappt. So etwas ist immer leichter gesagt, als getan, dennoch ist es immer schön, wenn dieser Vorsatz tatsächlich klappt und man merkt, was man alles schon geschafft hat. Manchmal sind Dinge selbstverständlich geworden, obwohl sie das früher noch nicht waren und so schleicht es sich häufig ein, dass man sich gar nicht klar darüber ist, dass das Hier und Jetzt eine Konsequenz aus der vergangenen Arbeit ist.

In meinem Fall ist es beispielsweise das Springen mit Caesarion. Natürlich springt er auch heute noch nicht ganz zuverlässig und streckenweise ist es zum Haare raufen und ich ärgere mich und frage mich, warum es nicht klappt. Dann versuche ich mir immer wieder vor Augen zu führen, wo wir eigentlich hergekommen sind: er wollte sich anfangs nicht einmal einer einzigen, auf dem Boden liegenden Stange nähern. Mittlerweile findet er viele Sprünge noch immer suspekt, springt aber mittlerweile fast alles anstandslos. Unser allgegenwärtiges „Problem“ ist und bleibt der Wassergraben, weswegen wir da besonders hinterher sind. Ich reiße mir gefühlt täglich ein Bein aus, damit er diesen Wassergraben als normal ansieht und ich glaube, dass mir das auch ganz gut gelingt. Dennoch, manchmal sind sie da, die Momente in denen ich da stehe und mich frage: warum machst du das nochmal? Das müsste er doch langsam mal draufhaben. Klar, theoretisch müsste er das. Zumindest für mein Verständnis. Nun ist es aber nicht so und dass ich ihn dennoch jeden Tag an den Wassergraben ran reiten kann und ihn – manchmal erst nach einer kleinen Diskussion – auch drüber reiten oder führen kann ist gerade nach unserer Ausgangssituation ein kleines Wunder, denn der Wassergraben war der Grund, warum Caesarion eine Hälfte des Springplatzes nicht betreten wollte, weil das die Hälfte war, auf der der Wassergraben lag. Wir kamen nicht auf zehn Meter an das Ding ran.

Caesarion ist ein Pferd, welches mich gelehrt hat, Ruhe zu bewahren und durch ihn habe ich feststellen müssen, dass man mit Stress gar nichts erreicht. Natürlich wäre vieles einfacher, wenn er nicht so, ich drücke es mal vorsichtig aus, besonders wäre. Aber nun ist es nicht so und ich bin stolz auf das, was wir bisher erreicht haben. Gerade, wenn man ehrgeizig hinter einer Sache klemmt, wird man schnell verbissen und das ist eigentlich der Tod für Erfolg, den kleinen wie den großen. Manchmal setzt man sich so große Ziele und vergisst auf dem Weg zu ihnen hin und wieder kurz inne zu halten, sich umzusehen und dann fest zu stellen, wie schön es oftmals an der Stelle ist, an der man sich befindet. Nicht umsonst heißt es, dass der Weg das Ziel sei, diese Redewendungen kommen nicht von ungefähr.




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