Dieser Beitrag entstand im Auftrag von RidersDeal.

Mit Sicherheit habt ihr es schon überall auf Social Media gesehen, das innovative GOLEYGO-System erobert aktuell die digitale Pferde- und Reiterwelt. Überall wird geklickt, geführt und über das neue Magnetsystem gesprochen – auch ich habe von RidersDeal die Möglichkeit bekommen, dieses System auf Herz und Nieren zu testen und habe mich mit den Vor- und Nachteilen auseinandergesetzt.

Die Hersteller, die unter anderem den „Spoga Innovations Preis 2019“ mit ihrer Erfindung gewinnen konnten, versprechen eine einfache und einhändige Handhabung und ersetzen mit nur einem Klick den klassischen Karabinerhaken. GOLEYGO lässt sich mit einer Handbewegung im Notfall unter großer Spannung lösen – gerade bei Karabiner- oder den bislang bekannten Panikhaken kann es im Ernstfall zu Verletzungen kommen, denn man benötigt beide Hände, um diese zu lösen, oftmals gehen sie nicht auf, wenn sie unter Spannung stehen und zusätzlich kann einem das Metallteil entgegen fliegen, sobald sich der Haken gelöst hat. Ursprünglich kommt die Verschlusstechnik aus dem Hundebereich, mittlerweile hat sie allerdings auch Einzug in den Reitsport gehalten. Seit nun drei Wochen teste ich das System vor allem mit Sheldon beim Spaziergang.

Der erste Eindruck beim Auspacken war positiv: die Leine schön verarbeitet, das Flechtdetail wirkte hochwertig. Ich erhielt kein passendes Halsband, dafür allerdings zwei Verschlüsse, die ich dann an meine eigenen Halsbänder anbringen kann. Hier zeigte sich für mich ein negativer Aspekt: Ist das System erst einmal angebracht, kann man es nicht wieder öffnen. Gerade, weil ich das Produkt erst einmal testen wollte und mich nicht blind auf die Beschreibung verlassen wollte, entschied ich mich, das Gegenstück zur Leine an einem Schlüsselring am Halsband zu befestigen, um es so bei Nichtgefallen einfach abmachen zu können. Dies erwies sich als intuitiv richtige Entscheidung, denn da Sheldon etwas längeres Fell hat und sich auch immer sehr auf die Spaziergänge freut, ist es gar nicht so einfach, den Verschluss nur mit einer Hand zu schließen. Ehrlicherweise benutze ich also beim An- und Ableinen beide Hände, da ich sonst Haare einklemme oder den Magneten gar nicht richtig erwische. Eventuell ist dieses Problem weniger gewichtig, wenn man mit einem Geschirr spazieren geht – leider mag Sheldon absolut nicht im Geschirr laufen, sodass er regulär am Halsband läuft, was allerdings kein Problem ist, da er ausgesprochen selten zieht und deswegen allgemein kaum Druck auf dem Halsband hat. Im Haus läuft er so oder so ohne Halsband, er bekommt es nur zum Spaziergang angezogen.

Ein weiteres Manko bei der Leine ist, dass man sie nicht – wie die meisten Leinen – an dem Ende, welches man in der Hand hat, einfach öffnen und schließen kann. Da ich Sheldon immer mitnehme, bleibt er auch vor dem Supermarkt oder Bäcker kurz alleine und das Befestigen an Laternen, Geländern oder Fahrradständern ist dadurch etwas erschwert. Ich öffne dafür das System, ziehe das Ende der Leine durch die Schlaufe und mache es dann wieder an ihm fest. Kein großer Akt, allerdings ein wenig schwieriger, als bei der Leine, die ich vorher benutzt habe.

Ein klarer Vorteil ist für mich das einfache Lösen der Leine, denn gerade jetzt, wo wir auf den Winter zugehen, bekomme ich schnell kalte Hände und ich mag keine Handschuhe tragen. Das erschwert das Öffnen der bisherigen Verschlusssysteme deutlich, sodass ich mich auf den Winter mit dieser Leine tatsächlich sehr freue! Zusätzlich habe ich das Gefühl, dass das Halsband ruhiger liegt, beziehungsweise dass wenn der Hund doch plötzlich unerwartet stehen bleibt oder auf meine andere Seite wechselt, weil er etwas erschnüffelt hat, der Haken nicht am Halsbandring unsanft hin und her bewegt wird.

Als Fazit kann ich sagen, dass ich im Großen und Ganzen mit der Version für Hunde sehr zufrieden bin und es für mich kein Manko darstellt, dass ich es nicht immer mit einer Hand schließen kann. Die Leine gefällt mir sehr gut und auch die Möglichkeit, es am eigenen Halsband zu befestigen, ist eine tolle Erweiterung. Wer sich hier nicht ewig binden oder das System erst testen möchte, kann den Verschluss wie ich an einem erweiterten Ring festmachen, dabei muss nur beachtet werden, dass dieser Ring auch stabil genug ist und nicht plötzlich verbogen wird und sich öffnen kann.


Befassen wir uns nun mit dem GOLEYGO für Pferde: Hier funktioniert das System auf identische Weise und für mich persönlich erschließt sich hier auch der Sinn deutlich mehr! Herkömmliche Panikhaken lassen sich oftmals nicht unter Druck öffnen, vor allem nicht mit einer Hand. Oftmals fliegen einem die Metallteile dann um die Ohren und es besteht akute Verletzungsgefahr bei Pferd und Reiter. Auch für Pferde gibt es die Möglichkeit, den Verschluss an ein eigenes Halfter zu montieren oder – so wie auf den Bildern – ein GOLEYGO-Halfter zu erwerben.

Auf Instagram hat man mittlerweile viele Tests gesehen, wo sich Reiter mit vollem Gewicht an das geschlossene Halfter gehängt haben oder wo Pferde beim Shooting plötzlich einen Schalk im Nacken hatten und um sie herumgesprungen sind. Dadurch wage ich zu behaupten, dass das System seinen Zweck erfüllt und nicht bei Druck einfach von selbst aufgeht. Die Handhabung ist ausgesprochen leicht, da das eine Ende grundsätzlich immer an der Unterseite des Kopfes ist und man als Mensch, zumindest bei größeren Ponys oder Pferden, sich nicht bücken und nach dem Stecker suchen muss. Mehrfach an- und abgeklickt stellte sich schnell heraus, dass hier eine einhändige Bedienung gegeben und vor allem kinderleicht ist.

Doch unabhängig vom sicheren Führen mit einem innovativen Paniksystem kann ich mir sehr gut vorstellen, die Pferde auch damit anzubinden. In meinem Reiterleben habe ich schon das ein oder andere Pferd erlebt, welches sich erschrocken und „aufgehangen“ hat, während es beidseitig oder nur vorne angebunden war. Hier stellen die Metallverschlüsse häufig ein Problem dar und nicht selten endet es damit, dass das Halfter an irgendeiner Stelle reißt. In solchen Momenten stelle ich mir dieses System mehr als sinnvoll vor, denn man kann entweder in Eigenregie links und rechts zwei Verschlüsse anbringen und so das Pferd beidseitig sichern, oder man bindet am Anbinder vorne an. In beiden Fällen kann man mit einer Hand die Verschlüsse öffnen, ist das Pferd beidseitig angebunden, kann man mit beiden Händen gleichzeitig den Anbinder lösen.

Hier fällt mein Fazit positiver aus, als im Hundebereich, denn meines Erachtens befriedigt das System ein wichtiges Bedürfnis und der Punkt Sicherheit sollte, unabhängig davon, wie gut man meint sein Pferd zu kennen, nie zu kurz kommen und immer im Hinterkopf behalten werden. Gerade durch meine Jungpferde, die ab dem kommenden Jahr fest in meinen Alltag integriert sein werden, werde ich mit diesem System arbeiten, denn auch wenn man sich die größte Mühe gibt, den Alltag so entspannt und vor allem korrekt wie möglich zu gestalten, so gibt es doch auch unvorhergesehene Situationen, die dem Fluchttier Pferd Angst einjagen und zu einer Übersprungshandlung führen könnten.

Die verschiedenen Verschlusssysteme findet ihr bei RidersDeal – bitte beachtet dabei, dass es einen Unterschied zwischen den Führleinen und den Führstricken gibt, die Leinen sind für Hunde gedacht, die Stricke für Pferde – das kann man beim schnellen Scrollen übersehen!

Quatermack trägt auf den Fotos das Halfter in „Schwarz-Fuchsia“ mit passendem Führstrick Für die Rosé-Liebhaber unter euch kann ich euch das Halfter in „Blau-Caramel“ empfehlen, denn hier wurde mit roségoldenen Beschlägen gearbeitet.

Sheldon trägt sein eigenes Halsband mit der Leine „Vegas“ (kleiner Funfact: bevor ich Sheldon adoptiert habe, hieß er bei der Organisation in Italien Vegas), allerdings findet ihr bei RidersDeal aktuell nur noch die schwarze Version.