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Nach mehreren Mails war es endlich so weit: ich fuhr das erste Mal nach Dänemark, um mit dem Team von A Equipt zu besprechen, wie wir zusammen arbeiten wollen. Das Meeting an sich war sehr gut und vor allem inspirierend! Besonders schön war, dass wir einen Mix aus Englisch, Dänisch und Norwegisch gesprochen haben, gerade die skandinavischen Sprachen lösen in mir automatisch ein Heimats-Gefühl aus. Nachdem wir alles besprochen hatten, sind wir noch einmal eine Tour über die Anlage gegangen – bis dahin kannte ich sie nur von Bildern oder von dem ein oder anderen Trainingsvideo. Ich bin eigentlich selten sprachlos, doch für mich ist diese Anlage von vorne bis hinten einfach nur perfekt!

Der Stall an sich ist wunderschön, clean, modern und verfügt über alles, was das Pferde- und Reiterherz höher schlagen lässt: große Weiden, Paddocks, fantastische Außenplätze, zwei Reithallen, Laufbänder, eine Führanlage, ein tolles Ausreitgelände, große Boxen – kurzum: eine Anlage, auf der die Bedürfnisse der Pferde nicht zu kurz kommen, gleichermaßen der Fokus auf den Sport gelegt wird und zusätzlich auch für jegliches Wohl des Reiters gesorgt ist.

Was genau tue ich eigentlich dort? Diese Frage wird mir häufig gestellt und so richtig definieren kann ich es nicht, da es ein Mix aus vielen verschiedenen Dingen ist! Hauptsächlich werde ich die Marke A Equipt unterstützen und verschiedene Projekte umsetzen. Zusätzlich werde ich allerdings meine beiden Reitpferde (Caesarion und Civa) mit dabei haben, viel Unterricht erhalten und so in den Alltag von professionellen, international erfolgreichen Reitern miterleben dürfen. Hinzu kommt, dass ich mein Netzwerk für HCJ Magazine und HCJ Media stark erweitern kann und so auch international mehr Fuß fassen kann. Dass der erste Schritt von einem rein deutschen Unternehmen nun gleich nach Skandinavien geht ist schön und irgendwie auch logisch, da ich mich aufgrund meiner Herkunft und Vergangenheit natürlich gerade Dänemark und Norwegen und der Vollständigkeit halber auch Schweden sehr verbunden fühle.

Anschließend ging es zu dem Haus in dem ich für die Zeit wohnen werde. Für mich eine neue Situation, da ich bis dato noch nicht in einer Wohngemeinschaft gelebt habe – doch „Sorgen“ mache ich mir keine, viel mehr freue ich mich auf die Zeit! Das Haus ist wunderschön eingerichtet und ich freue mich auf diese neue Erfahrung. Sheldon darf natürlich auch mit und wir werden vermutlich von morgens bis abends im Stall sein. Im Reitstall werde ich auch meinen Arbeitsplatz haben, wo ich Computer, Laptop, Kameras etc. unterbringen kann. Auch darüber freue ich mich, denn so habe ich Arbeiten und Pferde an einem Ort und kann mein Heim zur arbeitsfreien Zone deklarieren – etwas, was ich bis heute noch nie gemacht habe und worauf ich mich tierisch freue! Abends einfach den Laptop zuklappen, alles aus machen und dann entspannt nach Hause gehen. So banal das klingt, aber darauf freue ich mich immens!
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Ich werde euch nun immer mal wieder Stück für Stück ein paar weitere Details, Fortschritte etc. schreiben. Sobald ich in Dänemark bin, werde ich euch auch ein Video drehen! Gleich am Anfang meines Umzugs steht bereits ein riesiges Event an: die Dänischen Meisterschaften werden auf der Anlage ausgetragen und ich freu mich schon riesig darauf, das alles mit meiner Kamera begleiten zu dürfen!

Von der Zeit bei A Equipt und im übertragenen Sinne auch Absolute Horse verspreche ich mir sehr viel, denn ich glaube, dass ich menschlich, beruflich und auch reiterlich wachsen werden, dass ich unheimlich viel auf verschiedenen Ebenen mitnehmen kann und dass meine Pferde und ich eine noch engere Bindung zueinander haben, denn ich werde mehr oder minder auf der Anlage wohnen, werde dort arbeiten – mein ganzer Lebensmittelpunkt verlagert sich auf den Reitsport. Kurzzeitig werde ich nur für den Reitsport in all seinen Facetten leben, eintauchen in die Welt der Profis, viel über eine Reitsportmarke lernen und gleichermaßen unheimlich viel Zeit mit meinen Pferden verbringen, da ich auch „mal eben zwischendurch“ hin laufen kann und es nicht mit einer Anreise von dreißig Minuten oder mehr verbunden ist. So seltsam es ist, bereits jetzt stellt sich in mir ein warmes Gefühl und eine unheimliche Ruhe ein, sobald ich an diese Zeit denke. Meines Erachtens beweist das, wie richtig es ist und vor allem wie wichtig diese Entscheidung für mich selbst war!