Carolin Burmester works as a saddlefitter in Northern Germany, which means that she is mainly on the road in Schleswig-Holstein, Lower Saxony and Hamburg. The 27-year-old sells saddles from Maxflex and Custom, which complement each other ideally in terms of appearance and range.

When did you become a saddler and why?

I have always had a great passion for watching horses and riders from different perspectives, analysing and understanding how some things fail. The saddle often seemed to me to be a disruptive factor and of course I also came to the point where my own horses were disturbed by the saddle and I began to question why this is the case and why the majority of horses have the same problems. When the opportunity for training and qualification arose, my career wish was clearly defined and I started my own business in 2013 with the company „Umgesattelt – Sattelergonomie“.

What are the most important aspects for you regarding a correct saddle fit?

Every day I notice how different horse and rider pairings are. There are biomechanical principles according to which saddles are fitted. And there are the individual needs that both the horse and the rider have, which occasionally deviate from what is considered as correct in the classical sense. For me, the most important aspect of my work is to reconcile both needs, to look exactly where the „feel-good factor“ meets functionality.

In your opinion, which aspects are often underestimated when fitting saddles?

The anatomy of the rider and the right choice of saddle construction. Riders want to give their horses the best and often forget themselves. It is necessary to have a feeling and an eye for relaxed sitting in order to be able to recognize which saddle supports the rider optimally and which preconditions the saddle must have so that the rider can sit as best as possible. When choosing the saddle tree, the external fit is often considered, but the best saddle tree for the breed, exterior, movement, level of training and well-being is not taken into account. The market offers an incredible variety of shapes and materials and not every saddle tree, innovative as it may be, is suitable for every horse.

What innovations would you like to see in the saddle market?

I like many saddles in their construction and design. If there’s one thing I could wish for, it’s a kind of technical saddle that can be adjusted selectively in every direction after a pressure-measured imaging on the horse – in other words, a kind of futuristic magic saddle.

What are the characteristics of the brands you work with and why did you choose them?

I have two manufacturers in my assortment that complement each other perfectly in my opinion. Custom Saddlery offers different, highly developed saddle trees and an exceptional seating experience for the highest demands. The possibilities of adjustment are manifold and I was fascinated from the beginning how these saddles let horse and rider unite. The company Maxflex stands for a flexible saddle tree, which offers absolutely above average adjustment possibilities and has a range of most different saddles for each section. It is a great experience for every rider, regardless of the riding style or breed of horse, to be able to find a saddle that reflects exactly what the rider defines in his individual relationship to the horse.

What advice would you give riders when it comes to „the right saddle for my horse and me“?

Everyone who takes responsibility for a horse develops a gut feeling. And not for the charm of the saddlefitter, but for his horse. When preparing for the trial, it is important to trust one’s own gut , to take a moment just for oneself and to feel into the respective model. Is this the right saddle? How does my horse really feel? You should take the time to develop a feeling for what you really need.

Carolin Burmester ist als Saddlefitterin im Norddeutschen Raum tätig, das heißt sie ist hauptsächlich in Schleswig-Holstein, Niedersachen und Hamburg unterwegs. Die 27 Jährige vertreibt Sättel von Maxflex und von Custom, die sich von der Aufmachung und dem Angebot her ideal ergänzen.
Wann bist du Sattlerin geworden und warum?

Ich hatte schon immer eine große Leidenschaft dafür, Pferd und Reiter aus unterschiedlichen Perspektiven zu betrachten, zu analysieren und zu verstehen, woran manche Dinge scheitern. Der Sattel erschien mir dabei häufig als Störfaktor und selbstverständlich kam ich auch bei meinen eigenen Pferden an den Punkt, an dem der Sattel störte und ich zu hinterfragen begann, warum das so ist und warum der Großteil der Pferde die selben Probleme hat. Als sich die Möglichkeit zur Ausbildung und Qualifikation ergab, war der Berufswunsch für mich sofort klar definiert und ich machte mich 2013 mit der Firma „Umgesattelt – Sattelergonomie“ selbständig.

Was sind für dich die wichtigsten Aspekte bezüglich einer korrekten Sattelanpassung?

Ich stelle täglich fest, wie unterschiedlich Pferd- und Reiterpaare sind. Es gibt biomechanische Grundsätze, nach denen Sättel angepasst werden. Und es gibt die individuellen Bedürfnisse, die sowohl das Pferd, als auch der Reiter mitbringen, die gelegentlich abweichen von dem, was im klassischen Sinne als richtig gilt. Für mich ist der wichtigste Aspekt meiner Arbeit, beide Bedürfnisse in Einklang zu bringen, genau hinzusehen, wo der „Wohlfühlfaktor“ auf Funktionalität trifft.

Welche Punkte werden deiner Meinung nach häufig bei der Sattelanpassung unterschätzt?

Die Anatomie des Reiters und die richtige Wahl des Sattelbaues. Reiter wollen ihrem Pferd das Beste ermöglichen und vergessen sich dabei häufig selbst. Es ist Gefühl und Auge für losgelassenes Sitzen notwendig, um erkennen zu können, welcher Sattel den Reiter optimal unterstützt und welche Vorraussetzungen der Sattel haben muss, damit der Reiter bestmöglich sitzen kann. Bei der Wahl des Sattelbaums wird häufig auf die äußere Passform geschaut, nicht aber berücksichtigt, welcher Sattelbaum für Rasse, Exterieur, Bewegungsablauf, Ausbildungsstand und Wohlbefinden das Beste ist. Der Markt bietet unglaublich viele verschiedene Formen und Materialien und es ist nicht jeder Sattelbaum, so innovativ er auch sein mag, für jedes Pferd geeignet.

Welche Innovationen würdest du dir auf dem Sattelmarkt wünschen?

Mir gefallen viele Sättel in ihrer Bauweise und Gestaltung gut. Wenn ich mir etwas wünschen könnte, dann eine Art Techniksattel, der sich nach einer druckgemessenen Bildgebung auf dem Pferd punktuell anpassen lässt, in jede Richtung – also eine Art futuristischen Zaubersattel.

Was sind die Besonderheiten der Marken, mit denen du zusammen arbeitest und wieso hast du dich für genau diese Marken entschieden?

Ich habe zwei Hersteller im Sortiment, die sich für mein Empfinden optimal ergänzen. Die Firma Custom Saddlery bietet unterschiedliche, hoch entwickelte Sattelbäume und ein außergewöhnliches Sitzgefühl für die allerhöchsten Ansprüche. Die Anpassungsmöglichkeiten sind vielfältig und mich hat von Anfang an fasziniert, wie diese Sättel Pferd und Reiter verschmelzen lassen. Die Firma Maxflex steht für einen flexiblen Sattelbaum, der absolut überdurchschnittliche Anpassungsmöglichkeiten bietet und hat eine Palette unterschiedlichster Sättel für jede Sparte. Es ist ein großartiges Erlebnis für jeden Reiter, unabhängig von Reitweise oder Rasse des Pferdes, einen Sattel finden zu können, der genau das widerspiegelt, was der Reiter in seiner individuellen Beziehung zum Pferd definiert.

Welchen Tipp würdest du Reitern mitgeben, wenn es um das Thema „der richtige Sattel für mein Pferd und mich“ geht?

Jeder, der Verantwortung für ein Pferd hat oder übernimmt, entwickelt ein Bauchgefühl. Und zwar nicht für den Charme des Saddlefitters, sondern für sein Pferd. Beim Probereiten ist es wichtig, auf das eigene Bauchgefühl zu hören, sich einen Moment nur für sich zu nehmen und in das jeweilige Modell hineinzufühlen. Ist das der richtige Sattel? Wie fühlt sich mein Pferd wirklich an? Man sollte sich die Zeit nehmen, ein Gefühl dafür zu entwickeln was man wirklich braucht.