Sheldon (2016)

Nun ist er schon ganze drei Jahre bei mir und ich kann immer noch nicht so recht glauben, dass er damals wirklich so unverhofft in mein Leben gekommen ist. Ich bin mit Hunden aufgewachsen und für mich war immer klar, dass eines Tages ein Hund in mein Leben kommen würde. Allerdings war ich mir sicher, dass ich mit meinem zukünftigen Ehemann gemeinsam einen Hund aussuchen würde, nachdem wir in unseren eigenen vier Wände gezogen wären. Kurzum: wenn ich viel, viel weiter in meinem Leben wäre und vor allem gesetzter, erwachsener, reifer. Ich hatte zu dem Zeitpunkt zwar schon zwei (fast drei, Cosma war noch in Wonnes Bauch) Pferde, doch die Verantwortung für einen Hund ist noch einmal etwas anders. Während das Pferd im Stall steht und in meinem Fall in Vollpension steht, sprich gefüttert und gemistet wird, wohnt ein Hund bei mir daheim und braucht eine ganz andere Form der Zuwendung. Es kam aber alles anders, „Vegas“ lief mir durch Zufall über den Weg, zog kurze Zeit später bei mir ein und aus „Vegas“ wurde „Sheldon“. In der Zeit die er bei mir ist hat Sheldon, der in Italien ein Straßenhund war, eine enorme Entwicklung gemacht.

  1. Früher konnte Sheldon nicht in geschlossene Räume, heute ist das kein Problem
  2. Er hatte am Anfang richtig große Angst vor fremden Menschen, vor allem Männer waren ein riesiges Problem. Mittlerweile freut er sich beim Spaziergang fast mehr über Menschen, als über Hunde.
  3. Beim Fressen durfte ich anfangs nicht mit ihm im Raum sein. Er hat in der Küche gefressen und die Kombination aus „kleinem Raum“ und mir, die in der Küche Geräusche macht, beispielsweise beim Geschirr wegräumen, hat ihm Angst gemacht. Heute darf ich zwar immer noch keine schnellen Bewegungen machen, aber immerhin darf ich zum Beispiel abwaschen, wenn ich nicht zu viel Lärm mache.
  4. Als er neu war, war er sehr zaghaft und schnell eingeschüchtert. Heute ist es so, dass neue Situationen ihn hektisch werden lassen und ihm eindeutig noch Angst machen, doch blüht er viel schneller auf und merkt schnell, dass ihm niemand etwas Böses will. Da ich ihn beispielsweise im Restaurant unangebunden lasse, kann es auch mal passieren, dass er allen einmal Hallo sagen möchte, wenn ich nicht aufpasse – früher undenkbar, da hat er sich auf meine Füße gelegt und ist keinen Millimeter von meiner Seite gewichen.
  5. Mittlerweile macht er Geräusche! Als er neu war, hat er nicht gebellt, nicht gequietscht – kein Laut war von ihm zu hören. Mittlerweile ist er aufgeweckt, bellt zwar immer noch nicht (was ich sehr angenehm finde), aber „jault“ mich manchmal an, will spielen und ist manchmal sogar richtig übermütig.

Alles in einem kann man sagen, dass er sich von einem introvertierten Hund, der vor allem Angst hatte, zu einem richtig aufgeweckten, frechen Kerl gemausert hat, ohne dabei unerzogen zu sein. Denn er ist unheimlich schlau, lernt schnell und mittlerweile geht er fast immer ohne Leine, was anfangs nicht denkbar war, weil er natürlich nicht gehört hat und alle kleinen Lebewesen auf unseren Spaziergängen jagen wollte. Ich hoffe auf noch viele weitere Jahre mit diesem kleinen Kerl!

He’s been with me for three years now and I still can’t really believe that he came into my life so unexpectedly. I grew up with dogs and it was always obvious to me that one day a dog would come into my life. However, I was sure that I would choose a dog together with my future husband after we had moved into our own home. In short: if I were much, much further in my life and above all more settled, adult, mature. I already had two horses at that time (almost three, Cosma was still in Wonne´s belly), but the responsibility for a dog is a bit different again. While the horse is in the stable and in my case in full board, i.e. fed and mucked, a dog lives with me at home and needs a completely different form of attention. But everything came differently, „Vegas“ ran into me by coincidence, moved in with me a short time later and „Vegas“ became „Sheldon“. During the time he was with me, Sheldon, who was a street dog from Italy, went through an enormous development.

  1. Sheldon couldn’t get into closed rooms back in the days.
  2. At the beginning he was really afraid of strangers, especially men were a huge problem. Meanwhile he is almost happier about meeting people than about dogs during his walk.
  3. While eating I was not allowed to be in the room with him at the beginning. He ate in the kitchen and the combination of „small room“ and me, who makes noises in the kitchen, for example when cleaning up dishes, made him afraid. Today I’m still not allowed to make any quick movements, but at least I can wash dishes, for example, if I don’t make too much noise.
  4. When he was young, he was very cautious and quickly intimidated. Today new situations make him become hectic and make him clearly still afraid, but he blooms much faster and notices quickly that nobody wants to do him wrong. Since I leave him loose at restaurants, for example, it can happen that he wants to say hello to everyone if I’m not paying attention – back then unthinkable, he laid down on my feet and hasn’t moved a millimetre from my side.
  5. Meanwhile he makes noises! When he was new, he didn’t bark, he didn’t squeak – no sound could be heard from him. Meanwhile he’s awake, still doesn’t bark (which I find very pleasant), but sometimes he „howls“ at me, wants to play and sometimes he’s even a little too confident.

All in all, you can say that he went from being an introverted dog who was afraid of everything to being a really bright, cheeky guy without being naughty. He is incredibly smart, learns fast and meanwhile he almost always walks without a leash, which was unthinkable in the beginning, because he didn’t listen to me of course and wanted to hunt all the little creatures on our walks. I hope for many more years with this little guy!