Am 23.01.2019 waren wir in Negernbötel auf dem Turnier und sind das erste L Springen der Saison geritten. In der Theorie bin ich mit der Runde sehr zufrieden, auch wenn der Fehler auf meine Kappe ging, weil ich sie vor dem Einsprung der Kombination deutlich nach vorne geschickt habe.

Was vor allem auffällt ist, dass ich mich wenig im Sattel sitzend befinde – was den einfachen Hintergrund hat, dass Civa schnell heiß läuft und ich dadurch die Spannung aus ihr rausnehme. Das ist eine ganz gängige Methode, es gibt einige (sehr bekannte) Reiter, die es ebenso machen – nun möchte ich mich mit diesen nicht vergleichen, jedoch bin ich damit nicht alleine und für Civa ist es so deutlich einfacher, als wenn ich ihr die ganze Zeit „im Nacken sitze“, egal, wie weich und geschmeidig ich wäre. Durch meine noch nicht so ganz ausgeprägte Bauchmuskulatur fällt es mir in der Aufregung manchmal noch schwer, dabei nicht nach vorne zu fallen, im Training klappt das schon sehr gut. Da muss ich definitiv noch an mir und meinem Muskeltonus arbeiten, doch der Weg ist auf jeden Fall der richtige, sonst wären wir bisher noch nicht so gut unterwegs in dieser Saison!


Ich bin dankbar, dass mein Trainer an dem Tag mit dabei war – ich fahre eigentlich nie mit meinem Trainer auf’S Turnier und so war das eine Premiere für mich, die mir allerdings auch sehr gut getan hat. Nicht zuletzt, weil ich ein sehr selbstkritischer Mensch bin und meine Entscheidungen und mein Handeln in der Luft zerreisse. Wenn man dann jemanden dabei hat, der einem aus professioneller Sicht (also jemand, der aktiv sehr erfolgreich reitet und auch qualifiziert ist, eine Einschätzung zu geben und nicht bloß „auch reitet“) die Fehler und guten Momente auflistet, dann wirkt alles nur noch halb so wild.

Wer sich die ganze Runde ansehen möchte, kann dies HIER tun.