Mein letzter Blogpost ist eigentlich viel zu lange her – auch auf den Social Media Seiten bin ich seit einem Monat ungewöhnlich ruhig geworden. Das ist dem einen vielleicht gar nicht aufgefallen, einigen anderen jedoch schon und so häufen sich mittlerweile Nachfragen, vor allem in meinen privaten Nachrichten bei Instagram, ob alles mit mir in Ordnung sei.

Natürlich ist alles in Ordnung und ich fühle mich wirklich gerührt und bin glücklich, dass doch so vielen aufgefallen ist, dass ich mich nicht mehr ganz so regelmäßig zu Wort melde, kaum noch Stories bei Instagram hoch lade und mich allgemein eher bedeckt halte. Ich muss gestehen, dass ich das in dem Sinne gar nicht bewusst gemacht habe, sondern die Umstände es auf gewisse Weise gefordert haben und die Tage an mir vorbei gerast sind, sodass ich Social Media schlichtweg vergessen habe!

Aber was mache ich eigentlich die ganze Zeit? Diese Frage kann ich euch gar nicht so leicht beantworten – denn ich mache momentan unheimlich viel, fühle mich aber gleichermaßen so, als würde ich auf der Stelle tappen, da ich auch viele organisatorische Dinge mache und seien wir mal ehrlich, so richtig nach „Vorankommen“ fühlt sich das nicht an, auch wenn man ordentlich etwas geschafft hat, Papierkram zu erledigen oder Websites zu bearbeiten wirken erst dann, wenn man die Früchte erntet, beispielsweise die Antwort vom Finanzamt, nachdem man seine Buchhaltung losgeschickt hat oder die fertige Website endlich online zu stellen. Momentan ändert sich vor allem privat bei mir unverhofft unheimlich viel. So viel sei schon einmal gesagt: nur gute Dinge, über die ich mich unheimlich doll freue. Doch eine Sache ziehen diese positiven Veränderungen mit sich: noch mehr Veränderungen, die gut durchdacht und gut geplant werden wollen. So habe ich nun meinen Fokus noch weiter auf andere Projekte gelegt, den Blog kurze Zeit „ad acta“ gelegt, und einen „Schlachtplan“ entwickelt. Das hat in Form von Zeit, Nerven, Tränen, Wutanfällen, Heißhungerattacken und Kopfzerbrechen seinen Tribut gefordert. Doch nun bin ich mehr oder minder fertig. Mehr oder minder, denn hier und da müssen noch Kleinigkeiten ausgebessert, hinzugefügt und verändert werden. Doch der Reihe nach, hier einmal nach Themen sortiert:

Der Blog – Harriet Charlotte Jensen

Der Blog bekommt ein „Facelift“, ich designe eine komplett neue Website. Sie ist theoretisch schon fertig, allerdings fehlen noch ein paar Kleinigkeiten. Ob ich zusätzlich die Domain wechsle weiß ich noch nicht, das kommt ein wenig darauf an, welches Angebot besser ist. In Zukunft wird es auf meinem Blog noch intensiver um die Themen wie Zucht, Ausbildung und Wissenswertes rund um den Pferdesport gehen, ohne dabei die Persönlichkeit des Blogs aus den Augen zu verlieren. Ich habe bereits ein paar meiner letzten Blogbeiträge so gestaltet, wie in Zukunft alle meine Blogbeiträge aufgebaut sein werden. Die Zahlen sprechen für sich und ich freue mich, dass euch der neue Stil so gut gefällt. Sobald der neue Blog online ist, werde ich euch das ganze „neue“ System erklären. Es gibt nämlich eine Neuerung, auf die ich mich riesig freue, von der ich euch aber noch nichts erzählen möchte. So viel sei aber verraten: es hat mit vielen spannenden Themen zu tun, die sowohl in Videoform, also auch bei Instagram und hier auf dem Blog zur Sprache gebracht werden, alles fein säuberlich sortiert, damit es übersichtlich ist. Hinzu kommt übrigens auch ein wöchentlicher Newsletter und ein Onlineshop – in diesem Onlineshop wird es allerdings keinen Merch geben und auch nicht meine Favoriten von meinen Kooperationspartnern, ich habe mich auf etwas anderes fokussiert und bin gespannt, wie es bei euch ankommt!

HCJ Magazine

Mein „Baby“, auf das ich seit Jahren warte. Ich habe so viele Ideen und möchte, dass es perfekt ist, da ich selbst nicht so toll filmen kann, wie es für dieses Format angemessen wäre, habe ich mich nicht wirklich dazu durchringen können, es richtig starten zu lassen. Immer mal wieder sporadisch probiert, immer wieder kam es gut an, immer wieder war ich „enttäuscht“ über die Qualität und habe die Lust verloren. So viel Potential liegt dort seit 2017 unbenutzt herum.

Der Zufall wollte es, dass ich in diesem Jahr einen Großauftrag erhalten habe, dass Max mein Team erweitert hat und ich nun erstens wertvollen Content habe und zweitens ihn in perfekter Qualität präsentieren kann. Das heißt auch hier überarbeite ich die Website momentan und ab Juni geht es los, dort werden die ersten Aufträge gefilmt und bearbeitet, um zeitnah online zu gehen. Pünktlich einen Monat vor dem CHIO Aachen, wo ich auch in diesem Jahr wieder sein werde, allerdings nicht nur mit fotografischer, sondern nun auch mit filmischer Unterstützung.

Außerdem ist für das Magazine, sobald es dann endlich regelmäßig Updates erhält, noch eine weitere Sache geplant, die in monatlicher Form erscheinen wird – auch hier möchte ich noch nicht zu viel verraten, möchte euch aber einen kleinen Tipp geben: es wird kein Printmagazin geben, zumindest nicht regelmäßig geplant, nur zu besonderen Anlässen habe ich schon das ein oder andere Print-Special im Kopf.

Das heißt das Magazine habe ich zumindest auf YouTube-Ebene komplett ausgelagert, was erleichternd ist, denn ich musste einsehen, dass ich nicht auf allen Hochzeiten gleichzeitig tanzen kann.

HCJ Media

Meine Beratungsagentur geht in die nächste Runde. Nachdem ich nun seit über einem Jahr erfolgreich Unternehmen berate und nur gutes Feedback erhalte, bin ich seit diesem Jahr zusätzlich noch als Speaker für verschiedene Events gebucht. Außerdem habe ich das erste Reporting hoch geladen, welches sich sehr gut verkauft hat und habe aktuell zwei weitere in Bearbeitung, die in den kommenden zwei Wochen online gehen werden.

Außerdem wird es hier bald regelmäßige Updates auf dem HCJ Media Blog geben, der Instagram Account wird endlich genutzt und die ersten Webinare sind schon geplant.

In diesem Jahr habe ich zusätzlich den kompletten Social Media Teil für das Sommervergnügen im Rahmen der Celler Hengstparaden übernommen und werde nicht nur mit einem eigenen Stand vertreten sein, sondern auch noch diverse „Nebenevents“ vorab organisieren und vor Ort koordinieren.

Eigene Kollektion

Mein Traum war es schon immer, ein eigenes Label ins Leben zu rufen – auch an diesem arbeite ich seit Anfang des Jahres, möchte allerdings keinen Merch machen oder es zu eng mit meinem Blog verknüpfen. Aktuell geht es noch viel um die großen und wichtigen Themen, die hinter allem stehen und die Basis bilden, allerdings bin ich in manchen Bereichen schon ein Stück weiter und habe beispielsweise schon die ersten Designs, Farbgebungen und Namen (auf dem Papier) dingfest gemacht. Wann genau ich hier in die Produktion gehen kann (und möchte) weiß ich noch nicht, es ist eher ein nettes Projekt, welches ich nebenbei mache, wenn ich einmal den Kopf frei kriegen muss. Doch auch hier arbeite ich gewissenhaft und zielorientiert und sehe es nicht als Spielerei an, sondern nehme es viel mehr ernst und sehe es als zusätzliche Chance.

Eigener Reitstall

Was mir zu meinem Glück noch fehlt ist er eigene Reitstall, wo ich meine Arbeit, meine Zucht und meine Reitpferde alle unter einem Dach habe. Auch hier suche ich, schaue mir Ställe an und habe mittlerweile sehr klare Vorstellungen, was ich suche. Bei dem ein oder anderen Stall war es „fast“ so weit, aber immer hat doch irgendetwas nicht gepasst, sei es zu wenig Weideland oder eine komplett marode Reithalle.

Nun klingt das natürlich alles nach sehr, sehr viel Arbeit und zugegebenermaßen: ja, das ist es auch. Ich habe allerdings einen gehörigen Tritt in den Hintern gekriegt, der mich nun „zwingt“, mich beruflich neu zu sortieren. Nichts schlimmes ist vorgefallen, aber ich muss sicherstellen, dass meine beruflichen Standbeine sich in diesem Jahr noch weiter festigen. Mich nervt es selbst, dass ich überall zwar genug tue, damit es läuft (bis auf Magazine, aber das ändert sich ja glücklicherweise), aber nicht das quäntchen „Mehr“ tue, um das Potential voll ausschöpfen zu können, was in mir und in meinen Ideen steckt, ich lief die letzten zwei Jahre ein bisschen auf Sparflamme und habe viele Dinge zu sehr seinen Gang gehen lassen, ohne aktiv einzugreifen, es hat ja schließlich irgendwie funktioniert.

Momentan warte ich also ab und mache alles so, dass ich es erstens schöner finde und es gleichzeitig auch mehr zueinander passt, übersichtlicher wird und vor allem benutzerfreundlich auf allen Endgeräten erscheint. Es werden also wie schon gesagt Websites designt, Themen besprochen und umgesetzt, Material erstellt, vorbereitet und zudem bin ich eben auch viel mittlerweile für HCJ Media unterwegs, was sich im letzten Jahr zu meinem absoluten Traumberuf entwickelt hat.

Meine Reitkarriere und meine Turniere muss ich wie es aussieht für dieses Jahr an den Nagel hängen, was allerdings OK ist. Deswegen wird es erst einmal keine Videos oder Bilder mehr auf dem Pferd geben, sodass wir vor allem was viele Videos anging umdisponieren mussten. Ich bin glücklicherweise nicht krank, mir geht es sogar sehr gut, dennoch ist die Reitpause aus gesundheitlichen Gründen wichtig und richtig. Civa hat allerdings tollen Reitersatz gefunden und für meine Jungstuten ändert sich nichts: vorsichtig unter den Sattel, Schritt, Trab, Galopp außen herum und dann ab auf die Weide, weiter wie bisher in Ruhe wachsen und das Gelernte verarbeiten. Der einzige Unterschied ist, dass ich nun nicht am Ende des Anreitens selbst reiten werde, sondern dass dieser Teil einfach entfällt. Leider verschiebt sich dadurch auch mein erster Ritt auf Quentin, aber einen Tod muss man bekanntlich sterben und er läuft mir ja glücklicherweise nicht davon.

Das war ein relativ langes, teilweise (vor allem für meine Verhältnisse) privates Update und ich hoffe, dass ich ein wenig Licht ins Dunkle bringen konnte. Die letzten Jahre habe ich immer wieder vor allem mit meinem Blog gehadert, weil ich mich in der Social Media Welt von heute nicht so recht einfinden mag und sie auch gar nicht so recht zu mir als „Privatperson“ passt, sprich ich immer mal wieder Veränderungen und Dinge vorgenommen habe, um mich selbst wieder wohler mit dieser Arbeit zu fühlen, denn eigentlich macht mir vor allem das Schreiben unheimlich viel Spaß. Für mich ist es ein Segen, dass ich mittlerweile ein ganz anderes Standbein habe und den Blog „nur zum Spaß“ mache. Natürlich immer noch mit dem seriösen und auch wirtschaftlichen Hintergedanken, denn entgegen vieler Meinungen ist ein Social Media Auftritt viel Arbeit und deutlich mehr, als nur hübsche Bildchen zu knipsen und gratis Produkte abzustauben, sodass es für mich keinen Sinn machen, so viel Arbeit in etwas zu investieren, was mir im Endeffekt „nichts“ bringt. Dennoch sehe ich es mittlerweile viel entspannter, der Druck ist raus und ich poste nicht mehr, um zu gefallen, sondern nur noch das, was mir Spaß macht. Diese Entspanntheit zahlt sich aus, so habe ich vor wenigen Tagen die 90.000 Abonnenten Marke bei Instagram erreicht, nachdem ich gefühlt eine Ewigkeit bei 82.000 Abonnenten hängengeblieben bin. Die letzten drei, vier Monate ging es rapide bergauf und ich freue mich, dass mein neu eingeschlagener Weg anscheinend gut ankommt – auch wenn mir bewusst ist, dass nicht jeder Veränderung gutheißt und ich mit meinen Adjustierungen auch Follower verlieren werde, weil sie sich mit meinem Content nicht mehr identifizieren können. Aber auch das ist OK!

Mir war es immer wichtig, alle zufrieden zu stellen und ich selbst war dabei nicht immer glücklich. Nun bin ich mittlerweile sehr zufrieden mit der Entwicklung und fühle mich deutlich wohler, weniger über meinen Alltag und meine persönlichen Befindlichkeiten, und stattdessen viel mehr wissenswerte Themen zu posten, die dem Leser einen Mehrwert bieten und mehr liefern, als bloßes Entertainment. Damit möchte ich diese Form der Berichte nicht schlecht reden, sondern einfach nur zum Ausdruck bringen, dass ich mich persönlich damit einfach nicht identifizieren kann und in meiner „neuen Rolle“ deutlich glücklicher bin! Ich freue mich nun auf ein schönes Jahr 2019, welches jetzt schon so viele tolle Neuigkeiten für mich bereit gehalten hat, dass ich mit noch mehr Elan in die kommenden Monate starten kann. Bald könnt ihr endlich sehen, woran ich gearbeitet habe und ich bin gespannt, wie euch die neuen Designs gefallen werden!